Nach dem verheerenden Erdbeben im September 2023 beschlossen Thomas und Helga, den Bewohnern eines kleinen Dorfes im Hohen Atlas in Marokko tatkräftig zu helfen. Das Ehepaar hatte das Dorf und seine Bewohner bereits auf früheren Reisen kennengelernt und war tief betroffen von den Schäden und dem Leid der 45 Familien, die von dem Erdbeben schwer getroffen wurden. Ihre Häuser waren beschädigt und nicht mehr bewohnbar, sodass die Familien in Zelten und Ställen Unterschlupf finden mussten.
Mit großem Engagement und viel Herzblut setzten Thomas und Helga ihr Vorhaben in die Tat um. Die Aufbauhilfe wird noch viele Jahre notwendig sein, da die staatliche Unterstützung für den Wiederaufbau bislang völlig unzureichend ist.
Thomas und Helga organisierten mit ihrem Wohnmobil die regelmäßige Verteilung von Lebensmittelpaketen mit Grundnahrungsmitteln, Wasser und anderen lebenswichtigen Gütern, um die unmittelbare Not der betroffenen Familien zu lindern.
Um die Lebensbedingungen im Dorf nachhaltig zu verbessern, wurde ein Brunnen zur Bewässerung der Felder gegraben und eine Brunnenpumpe mit Solaranlage installiert. Die Pumpe versorgt ein instand gesetztes Speicherbecken, das jeden Abend mit bis zu 100.000 Litern Wasser für die Bewässerung der Felder gefüllt wird.
Außerdem wurde der Bau einer provisorischen Flussüberfahrt initiiert. Langfristig soll eine dauerhafte Lösung geschaffen werden.
Thomas und Helga unterstützten den Bau des Brunnens als zuverlässige Wasserquelle und initiierten ein Handmaschinenprojekt, das den Bewohnern ermöglicht, Werkzeuge und Geräte selbst zu reparieren. Dadurch werden die Eigenständigkeit gestärkt und die nachhaltige Entwicklung der Dorfgemeinschaft gefördert.
Thomas und Helga halfen beim Wiederaufbau der beschädigten Häuser, um den Familien wieder ein sicheres Zuhause zu ermöglichen. Der Wiederaufbau befindet sich derzeit vielerorts noch im Rohbaustadium, da die staatliche Unterstützung nicht ausreicht.
Bislang konnte jede Familie mit mehr als 500 Euro aus Spendengeldern unterstützt werden. Dadurch konnten unter anderem Innenputz sowie Wasser- und Elektroinstallationen finanziert werden. Viele Familien leben bereits in den teilweise fertiggestellten Häusern.
Für Familien in besonders schwierigen Lebenssituationen wird durch Patenschaften oder zusätzliche finanzielle Unterstützung gezielt geholfen.
So wird beispielsweise eine Mutter von zwei Jugendlichen unterstützt, die ihren Mann aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung fortschicken musste. Während eines Einsatzes von Thomas und Helga konnte außerdem das Haus einer Witwe mit zwei Kleinkindern ausgebaut werden, die zuvor ohne Toilette, Wasser und Strom leben musste. Die komplette Elektro- und Wasserinstallation sowie die Abwasserleitungen mit Sickergrube wurden eingebaut. Darüber hinaus wurden Fliesen im Bad und in der Küche verlegt, Türen eingesetzt und ein geglätteter Estrich als Fußboden eingebracht.
Neben der praktischen Hilfe ist es Thomas und Helga wichtig, ihren christlichen Glauben authentisch zu leben. In herausfordernden Situationen bieten sie den Menschen Gebet an. Außerdem geben sie Interessierten Hinweise auf einen Film in der Landessprache über den Mann, der ihr Leben verändert hat.
Thomas und Helga haben mit ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrer Nächstenliebe Großes bewirkt. Ihre Arbeit in Marokko ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie man mit Herz und Tatkraft das Leben anderer Menschen nachhaltig verbessern kann. Wir sind dankbar und stolz, solch engagierte Missionare in unseren Reihen zu wissen, und freuen uns, ihre wertvolle Arbeit hier vorstellen zu dürfen.
Die Arbeit von Helga und Thomas wird durch Spenden finanziert. Umso mehr freuen sie sich über regelmäßige Unterstützung. Hilf ihnen bei der Realisierung von Entwicklungsprojekten und der Erweisung von humanitärer Hilfe.
Bei Spenden zur Unterstützung dieses Projektes bitte angeben: AM 170 Gengenbach

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