Dienst unter Muslimen beginnt nicht mit Antworten, sondern mit Begegnungen. Gespräche bei Tee, geteilte Anliegen der Gemeinschaft oder einfache Taten der Freundlichkeit werden zu kraftvollen Ausdrucksformen eines gelebten Glaubens. Wenn Christen muslimischen Nachbarn begegnen, sind eine demütige Haltung, echtes Zuhören und wahre Liebe entscheidend. Solche Begegnungen prägen einen authentischen und mitfühlenden Dienst.
Jesus sagt: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Joh. 13,35) Dadurch wird deutlich, dass Dienst beziehungsorientiert und nicht transaktional sein soll. Es gibt einen Dienst jenseits der Worte, der schon lange vor dem Öffnen unserer Bibeln über Gott und unseren Glauben spricht.
Liebe ist die Grundlage unseres Auftrags als Kinder Gottes. Gott hat uns nicht berufen, Menschen in das Heil „hineinzupredigen“, sondern sie durch Liebe zum Heil zu führen. Unsere Predigt geht der Liebe nicht voraus; vielmehr geht die Liebe der Verkündigung voraus. Gott zu erlauben, Menschen durch uns zu lieben, ist entscheidend, denn wie kann man gewinnen, was man nicht liebt?
Wir sind berufen, zuerst die Herzen zu berühren, bevor wir an den Verstand appellieren. Es ist ein Dienst von Herz zu Herz, durch den Gott sein eigenes Herz ausdrücken möchte.
Kirchliche Sprache daheimlassen
Muslime glauben nicht, dass sie Jesus als Herrn und Retter brauchen; dennoch haben sie ein tiefes Bedürfnis nach der Liebe Gottes. Wenn wir ihnen begegnen, ist es wichtig, unsere kirchliche Sprache daheimzulassen und ihnen zuerst mit echtem Interesse und Respekt als Menschen zu begegnen. Die ersten Begegnungen dienen nicht apologetischen Debatten, sondern sind Gelegenheiten, außergewöhnlich zu lieben. Dadurch werden Herzen ehrlich gewonnen und ein Dienst in Authentizität statt Manipulation ermöglicht. Diese Herangehensweise zeigt, dass alle ein gemeinsames Bedürfnis haben: geliebt zu werden. Geduld, Respekt und aufrichtige Liebe – selbst ohne unmittelbare Gegenleistung – sind Wege, durch die Gott Menschen in sein Reich führt.
Während meiner Schulzeit an einer muslimischen Schule erlebte ich dies persönlich. Neben der Moschee organisierten wir als Nichtmuslime christliche Gebetstreffen. In meiner Zeit an dieser Schule las ich meine Bibel oft im Beisein meiner muslimischen Freunde, teilte mein Taschengeld mit ihnen, betete für sie, hörte mir ihre persönlichen Anliegen an und lud sie zu uns nach Hause ein. Nach kurzer Zeit war ich erstaunt darüber, welche Kraft eine echte Beziehung zu einem Menschen hatte, ihn schließlich zum Glauben zu ziehen. Innerhalb weniger Wochen begannen einige bereits, mir zu unseren Gebetstreffen zu folgen, was für sie bedeutete, ihre täglichen Mittagsgebete zu verpassen. Es entstanden Beziehungen, die einige schließlich, früher oder später, zum Glauben führten – nicht durch Druck, sondern dadurch, dass sie die Liebe Gottes durch unser Leben erfahren konnten.
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