Missionsteams bauen Brücken zwischen Missionaren und Gemeinde, unterstützen praktisch und bringen Anliegen in die Gemeinde ein. Sie stehen im engen Austausch mit den Missionaren und wirken für diese wie ein Sicherungsseil. Die Aufgaben können im Einzelnen recht unterschiedlich sein: ermutigen, beten, kommunizieren, Finanz- und Sachspenden organisieren, sich um praktische Belange kümmern, begleiten, Vorort-Einsätze und vieles andere mehr. Und ebenso vielfältig sind die Strukturen der Missionsteams in den Gemeinden von VIA Movement.
Missionsteam der OASE Waiblingen
Das Missionsteam der OASE Waiblingen besteht schon seit einigen Jahren und wird von Helga und Bernhard Lorenz geleitet. Es versteht sich als Schnittstelle, die Informationen und Gebetsanliegen in der Gemeinde weitergibt. Das Team unterstützt die Missionswerke Gospel Fire International (GFI, Peter und Rebekka Franz) sowie Chance e.V. und damit Missionare, die teilweise bereits viele Jahre im Ausland sind. Damit sich Missionare nach so langer Zeit immer noch mit „ihrer“ Gemeinde verbunden fühlen, sind aus Sicht von Helga und Bernhard gute Freundschaften wichtig und dass sich möglichst viele Gemeindemitglieder für die Missionare interessieren oder zumindest sporadisch Kontakt halten. „Wenn Missionare im Heimataufenthalt herzlich willkommen geheißen werden und Gemeindeglieder Zeit mit ihnen verbringen, stärkt das die Verbundenheit.“
Zudem schreibt das Team Grußkarten zu besonderen Anlässen, gibt regelmäßig Informationen und Gebetsanliegen in die Gemeinde weiter oder hilft bei der Organisation von Warum Missionsteams wichtig sind und wie sie funktionieren Sicherungsseil im Hintergrund Heimataufenthalten, zum Beispiel bei der Unterkunftssuche oder durch das Initiieren von Einladungen. Während dem Auslandsaufenthalt hält mindestens ein Teammitglied engeren Kontakt zu dem jeweiligen Missionar, beispielsweise per Videocall oder über Messengerdienste. Dabei geht es auch darum, dass die Missionare mitkriegen, was in der Heimatgemeinde läuft.
Wieviel Kontakt die Missionare wollen und brauchen, sei unterschiedlich, berichten Helga und Bernhard, doch eines ist ihnen wichtig: „Unsere Missionare sollen erleben, dass wir ein persönliches Interesse an ihnen haben, auch über den Dienst hinaus.“
Kooperation: Missionsteam VIA Donzdorf + YOUR CHURCH Sachsenheim
Eine neue Variante von Missionsteam entstand 2024 zur Unterstützung von Luisa Crepin, die in Uganda im Nalubaale Social Center bei Jonas und Rhiter Wallisser mitarbeitet und inzwischen auch (zusammen mit Nadine Oesterle) ein Patenschaftsprogramm aufbaut. Luisa wurde von ihrer Heimatgemeinde, der YOUR CHURCH in Sachsenheim und von der VIA Donzdorf gemeinsam ausgesandt. Die kleine Gemeinde auf der Schwäbischen Alb unterstützt auch die Missionare Herbert und Christiane Ros (Kenia), H. H. (Kenia/Pakistan), Wilson und Erika Arcenas (Philippinen) sowie Jürgen und Vesna Bühler (Israel), ist also „missionserfahren“. Ein Missionsteam war für Leiterin Kerstin Hampel dennoch Neuland: „Allein hätten wir uns die Aufgaben und Verantwortung einer Aussendung nicht zugetraut. Als wir hörten, dass es Sachsenheim ebenso ging, entstand die Idee, es gemeinsam zu wagen.“
Das Doppel-Team trifft sich monatlich per Videocall zum Austausch und Gebet, ein Format, bei dem auch Luisa im fernen Uganda oder Teammitglieder von unterwegs aus dabei sein können. Die unterschiedlichen Blickwinkel und Erfahrungen, die bei diesen Treffen deutlich werden, empfindet Kerstin als Bereicherung. „Es ermutigt und begeistert, wenn wir miterleben, wie Gott nach unserem gemeinsamen Gebet Türen öffnet und neue Möglichkeiten schafft!“
Im Missionsteam und Teil einer sendenden Gemeinde zu sein, bedeutet für Kerstin, Mission bewusst von „der anderen Seite her“ zu erleben. „Ich bin nicht bei Luisa in Uganda. Dennoch bin ich involviert, trage ihre Berufung mit und möchte sie nach Kräften unterstützen.“ Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen Luisa steht (in Uganda Freunde und ein Stück Heimat finden, weitere Unterstützer für Luisas Missionseinsatz), könne sie nur wenig bewegen, ist sich Kerstin bewusst. „Aber Gott kann!“
Gewinn auch für die Gemeinden
Aus Sicht von Bernd Ellwanger, Pastor der OASE Waiblingen, ist ein Missionsteam ein Gewinn für die Gemeinde, da die Gründung eines solchen Teams Menschen in die Berufung bringt. „Die meisten Gemeinden haben Leute in ihren Reihen, die ein besonderes Herz für missionarische Angelegenheiten haben, vielleicht, weil sie früher selbst auf Einsätzen oder im Ausland waren. Deren Kompetenzen können im Rahmen eines lokalen Missionsteams voll zum Einsatz kommen.“ Zudem habe ein Missionsteam im Vergleich zur Gemeindeleitung mehr Zeit, um sich schnell und vertrauensvoll um die Beziehungen zu den Missionaren zu kümmern. „Das entlastet die Gemeindeleitung. Und es ist wirkungsvoller.“
Unterstützung beim Aufbau
Vor diesem Hintergrund ist es MT:28 ein Anliegen, dass neue Missionsteams entstehen und bereits bestehende Missionsteams durch Erfahrungsaustausch und Beratung unterstützt werden. Wer sich in einem Missionsteam engagieren möchte und sich mit seinem Anliegen in der eigenen Gemeinde noch allein fühlt, erhält Hilfe für die nächsten Schritte. Ebenso stellt MT:28 persönliche Kontakte zu Missionaren her, bietet konkrete Materialien für den Start und leistet Begleitung beim Aufbau des Teams.
Wer sich angesprochen fühlt, melde sich gerne bei MT:28- Geschäftsführerin Andrea Schmidt und ihrer Assistentin Bettina Palm.