MT:28-Mitarbeiterin Hanna betreibt in einer Großstadt in Nordafrika eine Sprachschule. Geschäftsführerin Andrea Schmidt besuchte sie im Rahmen einer Dienstreise und erlebte eine Arbeit, die Licht sichtbar macht.
Die Gesellschaft in Nordafrika ist jung, und die Menschen stehen in einer großen Spannung: viel Sehnsucht, viel Potenzial, aber auch viel Unsicherheit. Die meisten jungen Menschen möchten lernen, sich weiterentwickeln und eigene Wege gehen – trotz der fragilen wirtschaftlichen Lage, hoher Arbeitslosigkeit und einem Bildungssystem, in dem Fragen stellen als Wagnis empfunden werden kann. Und doch ist die Bereitschaft, Neues zu entdecken, ungebrochen. Die jungen Erwachsenen sehnen sich nach sicheren Räumen, in denen sie ernst genommen werden und wachsen dürfen.
Hier setzt Hannas Projekt „Hoffnung für eine neue Generation“ an. Es begleitet junge Menschen praktisch, pädagogisch und geistlich
Der Unterricht öffnet Räume. Er vermittelt Kompetenzen wie selbstständiges Denken, strukturiertes Lernen, Kreativität, Problemlösungsfähigkeit und Mut, die eigene Meinung zu formulieren. Viele erleben hier zum ersten Mal, wie befreiend und stärkend ein geschützter Lernraum sein kann.
Besonders berührt hat uns das Miteinander in Hannas Team und dessen Wertschätzung gegenüber jungen Menschen. Nicht laut, nicht aufdringlich – aber spürbar und tief verwurzelt in der Liebe Gottes. Und das hat Wirkung: Immer wieder wurden leise Funken sichtbar – in Gesprächen, in Blicken, in mutigen Fragen der Lernenden.

In vielen ländlichen Regionen Nordafrikas leben Familien bis heute ohne Elektrizität. Abends bestimmt die Dunkelheit den Rhythmus, Aktivitäten sind dann nur noch im schwachen Schein einer Kerze möglich. Wenn eine Familie nach Jahren des Sparens eine kleine Solaranlage erwerben kann und abends zum ersten Mal eine einfache Glühbirne einschaltet, ist dieser Moment kaum in Worte zu fassen. Der Raum bleibt derselbe – und ist doch völlig verändert.
So, wie eine einzige Glühbirne ein dunkles Haus in einen bewohnbaren Ort verwandelt, kann ein kleiner Funke Hoffnung ein Herz verändern. Hanna und ihr Team sind solch kleine Lichter. „Hoffnung für eine neue Generation“ ist keine Arbeit der großen Zahlen. Sie ist eine Arbeit der einzelnen Gesichter. Der zaghaften Schritte. Der stillen Fortschritte. Und gerade darin liegt ihr Wert.
Für uns wurde diese Reise zu einer stillen Lektion. Gott wirkt nicht nur dort, sondern überall, wo Menschen bereit sind, Licht zu sein – treu, behutsam und verlässlich. Wir dürfen beten, begleiten, unterstützen – und selbst Lichtträger sein, an dem Ort, an den wir gestellt sind. Denn die Hoffnung, die junge Menschen in Nordafrika stärkt, gilt auch uns.
Spendennummer: AM 165 S Hanna

In einem Dorf mit nur 45 Familien im Hohen Atlas in Marokko sind Thomas und Helga Gengenbach tätig. Nach dem schweren Erdbeben dort im September 2023 starteten sie mit Aufbauhilfe, die sie inzwischen ausgebaut haben.
Zu unserem Projekt gehören Hilfe für Familien durch Finanzen und Lebensmittelpakete, Schulmaterialien, Kleiderspenden, Oliven- und Mandelbäume, aber auch Hilfe zur Selbsthilfe, zum Beispiel beim Graben eines Brunnens für die Bewässerung der Felder sowie Einzelfallhilfe für besonders Bedürftige. Wie können wir dabei den Menschen die Liebe Jesu weitergeben? Nur durch uns persönlich.
Bei jeder Verteilaktion können Thomas und ich unser Christsein bezeugen. Thomas darf beten und er betont, dass die Spenden von einer christlichen Kirche kommen. Wir versuchen, die Menschen im Dorf durch die Augen Jesu zu sehen. Wir lieben sie von Herzen und leben in der Zeit unseres jährlichen 10-wöchigen Einsatzes mit ihnen zusammen. Die Kinder besuchen uns in unserem Wohnmobil und wir beschäftigen sie mit Malen, Puzzeln, Spielen.

Die Kinder lernen in ihren Familien schon im frühen Alter den Islam kennen. Wenn ich ihnen von Jesus erzähle, mit Übersetzungs-App, und ihnen weitergebe, dass Gott mein himmlischer Vater ist und Jesus sein Sohn, dann sieht man ihr Erschrecken. In ihrem Glauben hat Gott keinen Sohn. Gott kann durch solche Situationen wirken: Wo unser Einfluss endet, ist er größer.
Wir versuchen, die Liebe Gottes auch durch Alltägliches weiterzugeben. Mithilfe beim Tragen der schweren Wäsche vom Fluss zum Haus oder beim Waschen der Teppiche im Fluss wird gerne angenommen. Auch dass die Kinder im Wohnmobil willkommen sind und nicht lästig, fällt positiv auf. Smartphones sind im Dorf Standard. So haben wir „Visitenkarten“ erstellt und mit einem QRCode versehen, der zum Jesus-Film in marokkanischem Arabisch führt.
Wir sind überzeugt: Wenn auch unsere menschlichen Möglichkeiten begrenzt erscheinen, so sind Gottes Möglichkeiten unerschöpflich. Deswegen bauen wir weiterhin Beziehungen zu den Familien auf und pflegen diese.
Spendennummer:
AM 170 S Gengenbach