Der Puls steigt, als wir zwei bewaffnete Männer am Straßenrand sehen. „Heute wurden hier schon mehrere Fahrzeuge überfallen“, warnt einer von ihnen. Ich bete. Die Spannung ist greifbar – bis wir die Gefahrenzone hinter uns lassen. Im Südsudan gibt es kaum asphaltierte Straßen. Besonders in der Regenzeit sind viele Wege schlammig und schwer passierbar – teils sogar lebensgefährlich. Das Land zählt zu den ärmsten der Welt. Viele Menschen sind verzweifelt und greifen in ihrer Not zur Gewalt. Auch unser Team bei Gospel Fire International (GFI) hat bereits Überfälle erlebt.

Gott hat uns an diesem Tag bewahrt. Doch wer ihm dient, ist nicht automatisch sicher. Ich selbst wurde letztes Jahr in Eldoret (Kenia) überfallen und verletzt. Krankheiten, politische Unruhen und Gewalt gehören zu unserem Alltag – nicht nur in Ostafrika. Auch in Deutschland erleben Menschen Leid, Krankheit und Angst. Die Welt ist kein sicherer Ort. Und doch verspricht Gott: „Er wird seinen Engeln befehlen, dich zu beschützen …“ (Psalm 91,11–12) Wie passt das zusammen?

Jesus versprach kein leichtes Leben, aber seinen Frieden (Johannes 14,27). Immer wieder sagt Gott: „Fürchte dich nicht!“ (Jesaja 41,10). Auch Jeremia, David oder Paulus hatten Angst. Manche wurden gerettet – andere nicht. Angst ist menschlich, aber sie darf uns zu Gott treiben, nicht von ihm weg. Drei Dinge helfen mir dabei:
1. Gottes Führung vertrauen
Unser Einsatz im Juli musste wegen eines medizinischen Notfalls abgebrochen werden. „Der Mensch plant … der Herr lenkt.“ (Sprüche 16,9) Auch Paulus wurde manchmal vom Heiligen Geist umgeleitet (Apg. 16,6–10). Nur Gott sieht das Große und Ganze.
2. Gottes Wort festhalten
Die Bibel zeigt: Gott ist treu – selbst in Gefahr. Und wenn es schlimm kommt, wartet die Ewigkeit bei ihm (Röm. 8,38–39).
3. Gemeinschaft erleben
Ein Vers, den ein Teammitglied auf einer schlammigen Straße zur rechten Zeit teilt, ein Gebet per WhatsApp mitten in einer Schießerei – solche Momente geben Kraft. Jesus sandte seine Jünger nicht allein, sondern im Team: „Zwei sind besser als einer …“ (Prediger 4,9–10)
Gott sagt uns: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott!“ (Jesaja 41,10). Wir müssen nicht alles verstehen – aber wir dürfen Gott vertrauen. Und selbst wenn alles um uns herum wankt: Sein Friede bleibt.
Die Arbeit von Melina und Amiel wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Umso mehr freut sie sich über regelmäßige Unterstützung.
Bei Spenden zur Unterstützung dieses Projektes bitte angeben: AM S 188 Sivarajah
BW-Bank
IBAN: DE88 6005 0101 0002 1912 54
SWIFT/BIC-Code: SOLA DE ST 600
Empfänger: mt:28 gGmbH
Bei Nutzung der Zahlungsweise „PayPal“ sollte zusätzlich der Spendenbetrag im Feld „Stückpreis“ eingetragen werden.