Glauben in der Gefahrenzone

Zwischen Risiko und Vertrauen – Eindrücke aus einem Leben in Ostafrika mit Gottes Frieden im Gepäck.
Angst gehört zum Leben. Aber sie muss uns nicht lähmen, sondern darf uns zu Gott treiben. Diese Erfahrung machen Melina und Amiel Sivarajah bei ihrem Dienst im Südsudan und in Kenia ebenso wie in Deutschland.

Der Puls steigt, als wir zwei bewaffnete Männer am Straßenrand sehen. „Heute wurden hier schon mehrere Fahrzeuge überfallen“, warnt einer von ihnen. Ich bete. Die Spannung ist greifbar – bis wir die Gefahrenzone hinter uns lassen. Im Südsudan gibt es kaum asphaltierte Straßen. Besonders in der Regenzeit sind viele Wege schlammig und schwer passierbar – teils sogar lebensgefährlich. Das Land zählt zu den ärmsten der Welt. Viele Menschen sind verzweifelt und greifen in ihrer Not zur Gewalt. Auch unser Team bei Gospel Fire International (GFI) hat bereits Überfälle erlebt. 

 

Straßenverhältnisse im Südsudan

Straßenverhältnisse im Südsudan

 

Gott hat uns an diesem Tag bewahrt. Doch wer ihm dient, ist nicht automatisch sicher. Ich selbst wurde letztes Jahr in Eldoret (Kenia) überfallen und verletzt. Krankheiten, politische Unruhen und Gewalt gehören zu unserem Alltag – nicht nur in Ostafrika. Auch in Deutschland erleben Menschen Leid, Krankheit und Angst. Die Welt ist kein sicherer Ort. Und doch verspricht Gott: „Er wird seinen Engeln befehlen, dich zu beschützen …“ (Psalm 91,11–12) Wie passt das zusammen? 

 

Amiel auf der Suche nach sauberem Trinkwasser

Amiel auf der Suche nach sauberem Trinkwasser

 

Gott im Sturm  

Jesus versprach kein leichtes Leben, aber seinen Frieden (Johannes 14,27). Immer wieder sagt Gott: „Fürchte dich nicht!“ (Jesaja 41,10). Auch Jeremia, David oder Paulus hatten Angst. Manche wurden gerettet – andere nicht. Angst ist menschlich, aber sie darf uns zu Gott treiben, nicht von ihm weg. Drei Dinge helfen mir dabei: 

 

1. Gottes Führung vertrauen  

Unser Einsatz im Juli musste wegen eines medizinischen Notfalls abgebrochen werden. „Der Mensch plant … der Herr lenkt.“ (Sprüche 16,9) Auch Paulus wurde manchmal vom Heiligen Geist umgeleitet (Apg. 16,6–10). Nur Gott sieht das Große und Ganze. 

 

2. Gottes Wort festhalten  

Die Bibel zeigt: Gott ist treu – selbst in Gefahr. Und wenn es schlimm kommt, wartet die Ewigkeit bei ihm (Röm. 8,38–39). 

 

3. Gemeinschaft erleben  

Ein Vers, den ein Teammitglied auf einer schlammigen Straße zur rechten Zeit teilt, ein Gebet per WhatsApp mitten in einer Schießerei – solche Momente geben Kraft. Jesus sandte seine Jünger nicht allein, sondern im Team: „Zwei sind besser als einer …“ (Prediger 4,9–10) 

 

Gott sagt uns: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott!“ (Jesaja 41,10). Wir müssen nicht alles verstehen – aber wir dürfen Gott vertrauen. Und selbst wenn alles um uns herum wankt: Sein Friede bleibt. 

Amiel und Melina Sivarajah

KENIA / SÜDSUDAN
  • Unerreichte Volksgruppen, im tiefsten Busch als auch in der Stadt, mit dem Evangelium erreichen
  • Große Open-Air-Treffen in Zusammenarbeit mit lokalen Kirchen und Leitern
  • Humanitäre Hilfeleistung durch medizinische Einsätze sowie Entwicklungsprojekte durch das Bauen von Brunnen, Gemeinden und Schulen
  • Teil des Teams von GFI: Gospel Fire International (gfi-ministries.org) | Instagram: gospel_fire_international

Deine Hilfe zählt!

Die Arbeit von Melina und Amiel wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Umso mehr freut sie sich über regelmäßige Unterstützung.

 

Bei Spenden zur Unterstützung dieses Projektes bitte angeben: AM S 188 Sivarajah


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