Der sicherste Ort im Chaos

Wenn Gott sich weit weg anfühlt, liegt es oft daran, dass wir uns keine Zeit für ihn nehmen.
Das letzte Jahr war eine Achterbahnfahrt für Nadine Oesterle: Mama werden, drei Jahre Ehe mit ihrem Mann Emmanuel Nagimensi feiern, Elternzeit. Die Arbeit in der Klinik bei Noah’s Ark ging zu Ende, dafür startete sie eine Zusammenarbeit mit Bethesda Ministries Uganda und gründete ein neues Patenschaftsprojekt. Langweilig war es nicht, aber in allen Höhen und Tiefen durften sie und Emmanuel Gottes Gnade und Güte jeden Tag neu erleben.

In die Rolle als Mama zu finden war schwer. In die Rolle als arbeitende Mama zu finden, war noch schwerer. Und die Rolle als arbeitende Mama in einer anderen Kultur als der eigenen, ist wohl am schwersten. Und dazu noch die Neugründung unseres Projektes Patenschaft+, in dem wir nicht nur Patenschaften anbieten, um Kindern eine bessere Bildung zu ermöglichen, sondern gleichzeitig auch die Familien unterstützen und Schuleinsätze machen. Und dazu noch die erschütternden Nachrichten, was in der Welt gerade vor sich geht. Und dazu noch familiäre Herausforderungen und Todesfälle. Und dazu noch alltäglich das Leid und die Armut Ugandas direkt vor der Haustüre zu erleben und zu sehen. 

 

In all dieses „und dazu“ schleicht sich leicht ein Gefühl ein, dass Gott weit weg ist. Dass er nicht mehr redet. Dass er sich nicht für all das interessiert, was gerade los ist. Dieses Gefühl, dass Gott mich verlassen hat. 

 

Kindertreff, eine willkommene Auszeit

Kindertreff, eine willkommene Auszeit

 

Ablenkungen machen noch leerer 
Aber Gott ist nicht weit weg. Er ist da. Mitten in meinem Chaos und in dem meiner Mitmenschen und dem Chaos der Welt. Denn dieses Gefühl, Gott sei fern, hat seine Ursache oft darin, dass wir uns keine Zeit nehmen, ihn zu suchen. Dass wir uns keine Zeit nehmen, in seinem Wort zu lesen, seine Zusagen zu studieren und ihn auch nicht im Gebet suchen. So oft versuchen wir, uns abzulenken mit allem Möglichen, um dem Leid, der Not und den Herausforderungen zu entgehen. Dann verpassen wir auch Gott, und letztendlich füllt uns die Ablenkung nicht aus, sondern macht uns noch leerer. 

 

Ich erinnere mich noch sehr gut an ein Gebet, das ich vor langer Zeit gebetet habe, als ich noch als Kinderkrankenschwester in der Klinik bei Noah’s Ark gearbeitet habe: „Jesus, lass mein Herz nicht hart werden und lass mich nicht an das Leid gewöhnen, sondern lasse mich das Leid spüren, so wie du es spürst.“ 

 

Es geht nicht darum, überwältigt zu werden von all dem Leid. Wir sollen vielmehr im Leid Jesu Herz entdecken und von ihm lernen, damit umzugehen. Und letztendlich mit seinem Frieden gefüllt zu werden, im Wissen, dass er die Last der Welt trägt – nicht ich. 

 

Also lasst uns Gott suchen, sein Wort studieren und im Gebet mit ihm verbunden sein. Ihn als Priorität setzen. Dann wird dieses Gefühl, Gott sei fern, automatisch verschwinden und sein Friede einkehren. Denn wo Gott ist, ist inmitten dem Chaos, trotz allem, der sicherste Ort für uns. 

Nadine Oesterle & Emmanuel Nagimensi

UGANDA
  • Mitarbeit in der Noah's Ark Family Clinic Uganda
  • Unterstützung von Babys, Kindern und Teenagern
  • Aufbau eines Patenschaftsprogramms

Deine Hilfe zählt!

Die Arbeit von Nadine und Emmanuel wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Umso mehr freut sie sich über regelmäßige Unterstützung. Werde Teil ihrer Vision, dass Babys und Kinder in der Liebe Gottes aufwachsen können.

 

Bei Spenden zur Unterstützung dieses Projektes bitte angeben: AM S 285 Oesterle/Nagimensi


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