14 Anschläge – und die Kraft des Gebets

Der wachsende Einfluss von Islamisten im Westjordanland setzt Christen unter Druck.
Es kostet Mut, sich in Jesu Geburtsort zum jüdischen Messias zu bekennen. Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) unterstützt deshalb die Arbeit der Israel-freundlichen arabisch-christlichen First Baptist Church in Bethlehem. Hannelore Illgen, Vorstandsmitglied des Deutschen Zweigs der ICEJ, war vor Ort.

Wieder einmal fahren mein Mann und ich nach Bethlehem – mit dem Bus von Jerusalem aus. Der Verkehr brandet, auch nachdem wir die israelische Sperranlage zum palästinensischen Autonomiegebiet durchfahren haben. Taxen stehen bereit, die Fahrer bedrängen uns, mit ihnen zur Geburtskirche zu fahren, wo einmal der Tourismus boomte. Doch wir kommen nicht als Touristen. Wir besuchen das Pastoren-Ehepaar Elvira und Dr. Naim Khoury von der First Baptist Church, um zu erfahren, wie es den Christen in Bethlehem geht.

 

Ein Kirchturm mit großem Kreuz macht das Gemeindehaus unübersehbar. Hier werden künftig geistliche Leiter geschult. Für die Fertigstellung der Innenräume fehlen allerdings noch finanzielle Mittel.

 

„No prayer, no power“ lautet das Motto von Elvira Khouri (Bild) und ihrem Mann Naim.

„No prayer, no power“ lautet das Motto von Elvira Khouri (Bild) und ihrem Mann Naim.
 

Elvira und Naim Khoury haben sich als Teenager zu Jesus bekehrt. Sie begannen 1979 mit Gottesdiensten in ihrer Wohnung. Heute zählen 200 bekehrte Familien zur Gemeinde. Gebet ist die Grundlage ihres Wirkens, sagen sie: „No prayer – no power!“

 

Für Khourys ist klar, dass die Juden nicht von Gott verworfen sind und die Gemeinde Jesu nicht an ihre Stelle getreten ist. Doch viele andere arabische Gemeinden halten an der antisemitischen Ersatztheologie fest. Islamisten wollen die Präsenz der Israel-freundlichen Christen in Bethlehem beenden. 14 Anschläge schädigten das Gemeindegebäude, Naim erlitt dabei aber nur einmal eine Verletzung an der Schulter.

 

Muslime und Christen suchen täglich Hilfe bei den Khourys. Es gibt im „Westjordanland“ kein soziales System. Aufgrund des wachsenden Einflusses der Islamisten bekommen Christen oft keine Anstellungen mehr, viele Gemeindemitglieder sind aus wirtschaftlichen Gründen ausgewandert.

 

Die First Baptist Church ist von Weitem erkennbar. 14 Anschläge gab es dort bereits.

Die First Baptist Church ist von Weitem erkennbar. 14 Anschläge gab es dort bereits.

 

Je nach Spendeneingang kann die Gemeinde Bedürftigen einmal im Vierteljahr Lebensmittelpakete übergeben. Aber auch fehlende Medikamente bereiten Not. Das Pastorenpaar betet für die Bedürftigen, oft schenkt Gott Gebetserhörungen

 

Ihr Sohn Steven Khoury ist ebenfalls Pastor. Er leitet die „Holy Land Mission“ (HLM) und die Calvary Church. Auch seine Gemeinde wird bedrängt. Wenige Vermieter wagen es noch, einen Raum an Christen zu vermieten.

 

Doch Steven Khoury lässt sich nicht einschüchtern. Zu Weihnachten lädt seine Gemeinde zum „Weih­nachtsparcours“ mit dem Namen „Jesaja-Projekt“ ein, 6.000 Bethlehemer haben die MitmachStationen 2024 besucht. 2025 durfte die Gemeinde sogar einen öffentlichen Raum anmieten und alle Schulen Bethlehems einladen. Viele nahmen die Einladung an. Danke für alle Spenden, die es der ICEJ ermöglichen, die Gemeinden in Bethlehem zu unterstützen.

 

 

Hannelore Illgen

Dr. Jürgen und Vesna Bühler

ISRAEL
  • Engagement und Gebet für das jüdische Volk und den Staat Israel
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  • www.icej.de

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