Das Salz aus dem Streuer befreien

Der neue MT:28-Missionar Thomas Meyer geht in den Dienst nach Kenia.
Thomas Meyer hat viele Jahre als Gemeindepastor gearbeitet, war im Team von „Christus für alle Nationen“ von Reinhard Bonnke und ist derzeit Ältester der C3 Church Hanau. Im Ruhestand will er mit Unterstützung von MT:28 in Kenia dienen.

1988, ich war 25 Jahre alt, seit zwei Jahren Christ und zum ersten Mal in Afrika – ein 4-wöchiger Missionseinsatz in Sambia. Damals geschahen zwei Dinge: Ich verliebte mich in Afrika und die Afrikaner, und ich traf Ursula und Walter Knorr. Die beiden waren kurz zuvor im Dienst der Velberter Mission nach Sambia gekommen - als Rentner. Schon immer wollten sie in die Mission, jetzt hatte es endlich geklappt: Solange es ging, wollten sie ihre Kraft Jesus und der Ausbreitung des Evangeliums widmen. „Das machst du später auch“, schoss es mir damals durch den Kopf, „als Rentner gehst du in die Mission!“

 

Viel ist seitdem geschehen. 1994 wurde ich ordiniert und neben meiner Zeit als Gemeindepastor habe ich mehrfach im Team von Christus für alle Nationen (CfaN) mitgearbeitet. Heute bin ich in der C3 Church Hanau Ältester und Vater dreier erwachsener Kinder. Auch wenn ich noch kein Rentner bin, wurde der Gedanke von damals wieder lebendig. Mir ist, als ob Jesus nach 38 Jahren fragt: „Na Thomas, wie sieht´s aus, Kenia?“ So sprach ich unter anderem mit dem inzwischen verstorbenen Missionar Herbert Ros, mit Peter und Rebekka Franz von Gospel Fire International und mit MT:28. Im November 2025 unternahm ich dann eine erste Erkundungsreise nach Kenia, von Mombasa über Nairobi und Awasi nach Busia an der Grenze zu Uganda und zurück. Was soll ich sagen? Kenia ist mein Land!

 

Ein Land der Gegensätze: Tradition und Moderne, fruchtbare Felder und Trockengebiete, Armut und Reichtum. Ein Land, in dem einiges gut läuft, bei vielem aber auch improvisiert werden muss.

 

Ein Land, in dem unterschiedliche Ethnien Vielfalt aber auch Herausforderung bedeuten. Ein Land mit vielen Kirchen und Gemeinden. Ein Land voller Herausforderungen, voller Möglichkeiten und mit großartigen Menschen, die Jesus liebt und für die er starb.

 

Seit Mai 2026 bin ich bei MT:28 angestellt. Schon in diesem Jahr werde ich drei Monate in Kenia sein, um weitere Kontakte zu knüpfen und Möglichkeiten auszuloten. Mitte 2027 ist dann der offizielle Kick-off in Busia geplant. Viele Gedanken bewegen mich: angefangen von Versöhnung auf den unterschiedlichsten Ebenen über Veränderung durch Jüngerschaft bis hin zu praktischen Hilfeleistungen für bedürftige Kinder, Jugendliche und alleinerziehende (Teenie-)Mütter.

 

Im Gespräch mit MT:28-Geschäftsführerin Andrea Schmidt, ihrer Assistentin Bettina Palm und dem langjährigen Kenia-Missionar Martin Lütjohann ermutigten mich alle drei. Ebenso wie eine Andacht, die ich zwei Tage später las. Der Kerngedanke war: „Egal ob ich ein oder 10 Talente habe, hier bin ich! Egal wie jung oder alt ich bin, hier bin ich! Egal ob ich Vermögen, Redetalent oder sonstige Fähigkeiten habe, hier bin ich!“ Gott kennt seine Kinder und die Frage „Wen soll ich senden, wer will gehen?“ richtet sich an uns alle.

 

Befreien wir das Salz aus dem Salzstreuer und stellen unser Licht auf einen Leuchter. Sagen wir: „Hier bin ich!“, wie Ursula und Walter Knorr vor 38 Jahren. Bist du dabei? Salz und Licht – immer und überall!

Thomas Meyer

KENIA
  • Versöhnung unter Christen und Ethnien
  • Jüngerschaft und Lehre
  • Hilfe für Bedürftige

Deine Hilfe zählt!

Die Arbeit von Thomas wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Deine Unterstützung hilft ihm den Traum von einem geistlich-sozialen Zentrum zu verwirklichen.

 

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