Unfreiwilliger Stopp

In der Panik vergisst man leicht die führende Hand des guten Hirten – ein Fehler.
Das Überwinden von Unsicherheit gehört mit zu (göttlichem) Wachstum und Reife, das ist am Leben biblischer Personen wie Abraham, Mose, Joseph, David, Petrus, Paulus oder gar Jesus deutlich sichtbar. T. R. leitet diese geistliche Erfahrung auch aus seinem Dienst unter Hirten in den abgelegenen Bergen Lesothos ab.

Wie gelähmt steht die Herde von mehr als 100 Schafen in einer Traube eng zusammengedrängt da. Sie weigert sich, weiter der geplanten Marschrichtung zu folgen. Ob Pfiffe, Rufe, Weiterdrängen: Alle Anstrengungen, das zu ändern, schlagen fehl. Stattdessen beginnen die Tiere, in alle Richtungen zu fliehen. Der Anblick des vor uns liegenden Flusses, den es zu überqueren gilt, das tosende Geräusch des Wassers sowie die Unbekanntheit des Gebietes mögen die Ursache sein. In dieser Situation vergessen die Schafe sogar die führende Hand ihres bekannten, vertrauten und verlässlichen Hirten. Äußere Umstände, der Charakter der Tiere, vergangene Erfahrungen und der Einfluss anderer Tiere bedingen dies. Für die Irritation reicht die bloße Präsenz des Flusses aus, ohne dass die Tiere ihn betreten oder gar die Wassertiefe kennen würden. 

 

Die Last abgeben  

Eine solche Situation scheint wie eine schwere Last auf den Schultern der Schafe zu liegen, wie durch Stricke festgezurrt, einengend, beängstigend und nicht abzuschütteln. Metaphorisch gesprochen ist es wie bei einem beladenen und reisebereiten Lastenesel. Doch wie kam diese „Last“ auf die Schultern und wer hat sie so festgezurrt? Wäre es für die Schafe nicht leichter und zielführender, ihrem Hirten zu vertrauen, ihm die „Last“ abzugeben und die Wahl des Weges zu überlassen? In der Vergangenheit hat er sich doch bereits vielfach bewährt, warum soll dies sich nun verändert haben? 

 

Vor dieser Frage stehen auch wir Menschen, und das gilt nicht nur in Zeiten, wenn es schön und angenehm ist und wir wie Schafe friedlich auf einer grünen Wiese weiden. Sondern es gilt auch in Unsicherheit und Gefahren. Selbst dann sind Sicherheit, Versorgung und Führung durch den Hirten gewiss. David schrieb davon: „Im finstern Tal fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.“ (Psalm 23,4-5) Es bedeutet, in der Gewissheit zu gehen, dass man nicht allein ist, einen starken Begleiter hat, in dessen Nähe man sich sicher bewegen und mit dem man Herausforderungen besser bewerkstelligen kann. Ist dies nicht auch die Funktion eines gut sitzenden Joches, welches auf den Schultern zweier Tiere lastet? Gemeinsam wird das Ziel erreicht. 

 

Jesus, der gute Hirte  

Jesus ist der gute Hirte. Gerade in Zeiten von Unsicherheiten ist es bedeutsam, in einer engen Beziehung mit ihm zu stehen, zu kommunizieren, von ihm Sicherheit, Bedeutung und Führung zu bekommen. Zugleich brauchen wir eigene Gefühle und Bedürfnisse vor ihm nicht verbergen, sondern dürfen sie eingestehen, äußern und auf seine Antworten warten. Das heißt auch, sich, wenn nötig und richtig, bewusst Herausforderungen zu stellen und im Vertrauen auf Jesu in Macht und Stärke loszugehen. Gute Gemeinschaft mit zielführendem und korrektem Ratschlag anderer Personen kann dabei hilfreich sein. 

T. R.

LESOTHO
  • lebt und evangelisiert unter den Hirten von Lesotho
  • Seine Vision: „Hirten von Tieren zu Hirten von Menschen zu machen!“

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