9. Mai 2022

Wurzel:Pflege

Der Missionsbeirat ist bei den Entscheidungen von MT:28 beratend und gestaltend dabei.

Die Volksmission entschiedener Christen hat von Anfang an missionarisch gearbeitet. Schon ihr Gründer, Karl Fix, sah den Grund der Volksmission darin, Missionsgemeinde zu sein. „Sie ist gesetzt, dass Seelen gerettet werden.“ Das galt für Deutschland, aber auch über die Grenzen hinaus. So kam es, dass 1956 Heinz Battermann als erster Missionar der Volksmission nach Kenia ausgesandt wurde. Das sind die Wurzeln von MT:28. Wir sind die Missionsgesellschaft der Volksmission. Diese Wurzeln heute zu pflegen, heißt für uns:

Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen, dass Seelen gerettet werden.

Gemeinsam mit den Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle der Volksmission und MT:28, dem Missionsbeirat und anderen Ehrenamtlichen kümmern wir uns daher um unsere Missionarinnen und Missionare, die in den unterschiedlichsten Ländern dem Auftrag nachgehen, dem auch schon Karl Fix nachgegangen ist. Dieser Auftrag ist damals wie heute derselbe: mit Wort und Tat die gute Botschaft des Evangeliums zu teilen. Medizinische Hilfe leisten, Kirchen bauen, soziale Projekte fördern, Bildung möglich machen. In dieser Verantwortung sehen wir uns den Menschen gegenüber – gerade denen, die am Boden zerstört sind und die keine Perspektive für ihr Leben haben, die am Rande der Gesellschaft stehen oder in aktuellen Krisengebieten leben.

 

Das ist unser großer, in der Volksmission verwurzelter Auftrag. Unsere Missionarinnen und Missionare in Europa, Afrika, Asien und Ozeanien erfüllen dabei einen Teil, unsere Mitarbeitenden in Deutschland und in den Gemeinden den anderen Teil des großen Auftrages. Von den Anfängen an begleitend und beratend dabei ist der Missionsbeirat, ein Gremium aus ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ihr Herz für die Mission für uns schlagen lassen.

 

In unseren Begegnungen, im Austausch und Gebet geht es uns darum, dass wir gute Verwalter, aber auch gute Gestalter sind. Vieles von dem, was da ist, ist bewahrenswert, anderes ist es wert, überdacht zu werden. So stehen wir vor den großen Themen und suchen als Team nach Antworten. Das geht über das Begleiten und Beraten hinaus. Der Missionsbeirat ist auch Mitentscheider,

 

  • wie wir Finanzen einsetzen, Gehälter verteilen und fürs Alter vorsorgen können,
  • wie wir einander, Missionare, Gemeinden und Spender stärken können,
  • wie auch schwierige Erfahrungen in der Mission ihren Platz haben und Missionare Raum finden können, mit diesen umzugehen,
  • und wie wir gewonnenes Wissen in der Mission an andere wieder weitergeben können.

Mitmachen erwünscht

Wir verwalten und wir gestalten, für unser heute, aber auch für morgen. Dafür wollen wir Mitstreiterinnen und Mitstreiter finden. Menschen, die bereit sind, ihre Lebenserfahrung, ihr fachliches Wissen und ihre Zeit einzubringen, um mit uns die großen Themen anzugehen. Menschen, die im wahrsten Sinne des Wortes mitstreiten für eine gesündere, einander dienende Welt.

 

Wir arbeiten, oft auch hart, aber wir ruhen, feiern und genießen auch. Ob der Mitarbeiterausflug in der Mitte des Jahres oder das gemütliche Abendessen mit dem Missionsbeirat am Jahresende – wir halten uns an die Worte des Theologen Helmut Thielicke: „Jesus lässt seine Leute auch ruhen: Sie dürfen im Frühling in der Sonne sitzen ohne ständig geistliche Gedanken zu haben.“ Ich möchte ergänzen: Oder im Winter zum Abendessen in einem gemütlichen Restaurant sitzen, ohne zu überlegen, was es noch alles zu tun gibt.

 

Wir, das Team der Geschäftsstelle und der Missionsbeirat, sehen uns als Teil einer Geschichte, die weit vor uns begonnen hat und weit nach uns enden wird. Doch wir tragen die Verantwortung, diese Geschichte heute zu gestalten. Das wollen wir tun, nicht in unserem Sinne, sondern im Sinne Gottes. Denn missionarisch tätig zu sein, bedeutet für uns, dass Gott unser Herz mit dem erreichen kann, was sein Herz bewegt. Wir wollen nicht falsch verkabelt sein!

 

Wir wollen mit offenen Händen leben, in einer Haltung tiefen Vertrauens. Oder, um es mit Danielle Strickland (Dein Leben ist ein wilder, wunderschöner Garten) zu sagen: Wir wünschen uns, dass dies unser Lebensstil sein kann, durch den wir jeden Tag aufs Neue mit den Wundern Gottes rechnen.

Viele Grüße

Andrea Schmidt

Ganz liebe Grüße

euer Editorial - Team

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